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Peugeot 307 WRC bei der Rallye Mexiko (11. bis 13. März 2005) – Peugeot-Pilot Märtin will Vorjahres-

03.03.2005

Vor einem Jahr siegte der Rallye-Profi Markko Märtin bei der ersten Ausgabe der Rallye Mexiko. Der Peugeot-Werkspilot und Schotter-Spezialist möchte nun diesen Erfolg wiederholen und damit seinen ersten Triumph im Peugeot 307 WRC feiern.Das gute Ergebnis bei der Rallye Schweden, wo Märtin mit Platz zwei auf den zweiten Tabellenrang der Fahrer-Weltmeisterschaft vorrückte, gibt ihm zusätzliches Selbstbewusstsein. “Wir haben in Schweden einige Dinge an der Abstimmung erarbeitet, die das Handling des Peugeot 307 WRC auf meinen Fahrstil anpassen”, berichtet der Este, der nur einen Punkt hinter Tabellenführer Toni Gardemeister zurück liegt.
Auch Peugeot-Werkspilot Marcus Grönholm reist gerne nach Mexiko. “Die Rallye ist sehr gut organisiert. Außerdem haben mir die Wertungsprüfungen rund um die Stadt Leon sehr gut gefallen”, erklärte der zweimalige Rallye-Weltmeister. “Die Schotterstrecken sind teilweise schnell, ähnlich wie die Prüfungen der Rallye Argentinien. Einige Passagen sind jedoch extrem rau. Außerdem kann auf den sehr hoch gelegenen Prüfungen wegen der dünneren Luft die Motorleistung etwas nachlassen.” Im Vorjahr lag der 37 Jahre alte Peugeot-Werkspilot zunächst auf Rang zwei, verlor allerdings durch einen Defekt an der Servolenkung viel Zeit. Grönholm blickt seinem zweiten Einsatz in Mexiko optimistisch entgegen. “In diesem Jahr ist der Peugeot 307 WRC sehr zuverlässig. Ich glaube, wir können ein gutes Ergebnis erringen.” Grönholm weiter: “Die Rallye verspricht Spannung bis zum letzten Meter, denn die letzte Wertungsprüfung ‚Alfaro – El Establo’ am 13. März ist mit 44,39 Kilometern zugleich die längste der Rallye.”
Die Rallye Mexiko (11.-13. März 2005) ist die erste von fünf Übersee-Rallyes des Jahres. Beim dritten von insgesamt 16 WM-Läufen stehen 14 Wertungsprüfungen über insgesamt 355 Kilometer auf dem Programm. Einer der Höhepunkt der Veranstaltung ist der Showstart am 10. März in der Altstadt von Guanajuato vor Tausenden begeisterter Rallye-Fans.

Jean-Pierre Nicolas: “Wollen uns mit Titel verabschieden”
Seit dem 1. März sind Sie als Direktor von Peugeot Sport Nachfolger von Corrado Provera, der in den Ruhestand geht. Was ändert sich für Sie?
“Ich werde sicherlich viel mehr Arbeit haben, denn zusätzlich zu meinen Aufgaben als Teamchef werde ich mich auch um Werbung, Finanzen und die Zusammenarbeit mit den Direktoren von Peugeot kümmern.”
Welche Pläne und Hoffnungen haben Sie für 2005?
“Peugeot will sich Ende 2005 mit dem Titelgewinn aus der Rallye-Weltmeisterschaft verabschieden. Darauf richten wir unsere Arbeit aus.”
Was ist Ihr Eindruck vom Peugeot 307 WRC?
“Der Peugeot 307 WRC ist inzwischen sehr zuverlässig, allerdings gibt es noch etwas Arbeit. Vor allem an Getriebe und Kupplung können wir noch Details verbessern.”
Worin bestehen die Pläne von Peugeot Sport ab Ende 2005, wenn sich die Mannschaft aus der Rallye-Weltmeisterschaft zurück zieht?
“Wir haben verschiedene Alternativen erarbeitet, in welchen Serien Peugeot Sport sich in der Zukunft engagieren kann. Die Entscheidung über das Motorsport-Programm ab 2006 ist noch nicht gefallen, aber sie ist in den nächsten Wochen zu erwarten.”
Sie haben seit Jahren mit Corrado Provera sehr eng zusammen gearbeitet. Mit welchen Gefühlen reisen Sie nach Mexiko, wo Sie erstmals Chef von Peugeot Sport sind?
“Die erste Rallye ohne Corrado Provera ist sicherlich eigenartig. Aber ich freue mich auf die neue Aufgabe.”

Peugeot bei der Rallye Mexiko

Die Rallye Mexiko zählt erst seit der Saison 2004 zur Rallye-Weltmeisterschaft. Im Premieren-Jahr lag Peugeot-Pilot Marcus Grönholm nach der ersten Etappe auf Rang zwei, verlor aber durch einen Lenkungsdefekt fünf Minuten und beendete die Rallye als Sechster. Sein Teamkollege Harri Rovanperä erreichte nach einem Aufhängungsschaden Platz zehn. Bereits bevor die Rallye Mexiko zur WM zählte, war Peugeot dort erfolgreich: Bei einem Probelauf auf den Schotterpisten bei Leon siegte Harri Rovanperä im Jahr 2002 mit einem Peugeot 206 WRC.

Jean-Pierre Nicolas – vom Rallye-Piloten zum Sportdirektor
Seit dem 1. März 2005 ist der Franzose Jean-Pierre Nicolas neuer Direktor von Peugeot Sport. Nicolas, der lange Zeit als Teamchef bei Peugeot Sport für das Rallye-WM-Programm verantwortlich war, löst den Italiener Corrado Provera ab. Jean-Pierre Nicolas, geboren am 22. Januar 1945 in Marseille, kann auf mehr als 40 Jahre Erfahrungen im Rallyesport zurückblicken.
1963 – im Alter von 18 Jahren – fuhr Jean-Pierre Nicolas seine erste Rallye, damals als Beifahrer seines Vaters. Später wechselte er auf die Fahrerseite und wurde 1971 Französischer Rallye-Meister. 1973 verhalf der Franzose dem Team von Alpine Renault mit seinen Leistungen in der Rallye-WM zum Gewinn der Marken-Weltmeisterschaft. Nicolas errang im gleichen Jahr einen Sieg und vier weitere Podiumsplätze – doch damals wurde noch kein offizieller Fahrer-Titel ausgeschrieben.
Bereits 1976 engagierte sich Nicolas für seinen heutigen Arbeitgeber Peugeot: Mit einem Peugeot 504 feierte er bei der Marokko-Rallye einen Sieg. Zwei Jahre später – ebenfalls mit einem Peugeot 504 – triumphierte der Franzose erneut in Afrika: Er siegte sowohl bei der Safari-Rallye als auch an der Elfenbeinküste. Insgesamt errang er 1978 drei Siege und belegte im FIA-Cup, der inoffiziellen Weltmeisterschaft, den zweiten Platz.
1983 wechselte Jean-Pierre Nicolas zu Peugeot Sport, dort war er als Testfahrer für den damals neuen Peugeot 205 Turbo 16 im Einsatz. Ein Jahr später – nach insgesamt fünf WM-Siegen – beendete er mit 39 Jahren seine aktive WM-Karriere. 1984 wurde Nicolas Leiter der Kundensport-Abteilung bei Peugeot Sport. 1999 übernahm Nicolas die sportliche Leitung des Rallye-WM-Projektes.
Mit dem Ausscheiden von Corrado Provera übernimmt der vierfache Familienvater die Position des Direktors von Peugeot Sport, während der Deutsche Bernhard Schantz seit dem 1. März Corrado Proveras Aufgaben als Direktor Kommunikation übernimmt. Jean-Pierre Nicolas will Peugeot Sport auf bewährte Weise weiterführen. “Ich habe seit Jahren mit Corrado Provera gearbeitet, wir waren ein eingespieltes Team. Als Direktor von Peugeot Sport wird es deshalb unter mir nicht viele Veränderungen geben”, erklärt der Franzose.

Corrado Provera – langjähriger PR-Chef und Sport-Direktor
Wechsel an der Führungsspitze von Peugeot Sport: Zum 1. März 2005 ging Corrado Provera, der langjährige Direktor von Peugeot Sport, in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist der bisherige Teamchef Jean-Pierre Nicolas. Sieben Jahre hatte der Italiener Provera die Mannschaft von Peugeot Sport geprägt. Das Markenzeichen des Chefs: Seine Zigarre. “Und die offene Tür”, erklärt der 64 Jahre alte Italiener, der zugleich Direktor für Marketing und Kommunikation bei Peugeot war. “Ich bin so offen wie möglich und habe auch immer versucht, mit den Mitarbeitern physisch so nahe wie möglich in Kontakt zu treten.” Diese Philosophie verfolgte er auch bei den Einsätzen in der Rallye-WM: Mit Zigarre, Funkgerät und Bleistift ausgerüstet, saß Provera im Eingangsbereich des Peugeot-Teamzeltes vor dem Bildschirm und verfolgte die Wertungsprüfungen.
Corrado Provera, am 18. Januar 1941 in Turin geboren, studierte in Italien Jura, bevor er sich der Öffentlichkeitsarbeit zuwandte. 1962 ging er zu Chrysler Italien. Dort wurde er 1968 Public Relations Manager. 1977 wurde er von Chrysler Frankreich als PR-Manager verpflichtet, ein Jahr später von Chrysler Europa. Als 1978 die Chrysler-Tochtergesellschaften von Peugeot aufgekauft wurden und zu Automobiles Talbot umfirmierten, behielt Provera seine Position und wurde PR-Direktor von Automobiles Talbot Europa. 1981 wurde er Direktor für Information bei Peugeot, ab 1998 zeichnete er als Direktor von Peugeot-Sport zusätzlich auch für das Motorsport-Programm verantwortlich.
“Als Kommunikations-Chef zählte ich bereits zum Rat der Direktoren, der von Frédéric Saint-Geours geleitet wird, bevor ich auch Direktor von Peugeot Sport wurde”, erklärt Corrado Provera. “Auf dieser Ebene konnte ich direkt mit meinen Kollegen in Kontakt treten. Das war sehr gut für Kommunikation, Werbung und für die Vertretung der Sport-Aktivitäten.”
Provera arbeitete eng mit Teamchef Jean-Pierre Nicolas zusammen. “Ich war stärker verantwortlich für das Management, er für die sportliche Leitung”, erklärt der Italiener. “Meist ist seine Meinung die gleiche wie meine. Meine Entscheidungen waren stärker theoretisch, seine praktischer.” Deshalb ist es für Provera nur logisch, dass Nicolas sein Nachfolger bei Peugeot Sport ist: “Er ist der richtige Mann für diesen Job.” Der Wechsel im Management ging fließend. “Ich hatte beschlossen, nicht zum Jahresende in Ruhestand zu gehen, sondern zum 1. März”, erläutert Provera. “Im Winter haben Jean-Pierre und ich deshalb gemeinsam alle Saisonvorbereitungen getroffen.”
3. März 2005

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Quelle: Peugeot Deutschland GmbH, Presse-Communiqué



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